24-Stunden Rennen Kelheim 14.-15. Juli 2007

Zum vierten Mal in Kelheim dabei... In der Vorbereitung hatte ich die Umfänge erhöht, kaum noch Kraftausdauer oder Zeitfahren trainiert,  und auf das Lauftraining ab dem Frühjahr vollständig verzichtet. Ich wollte lieber etwas langsamer fahren, dafür dann aber besser durchhalten. Im nachhinein stellte sich das Training aber wohl als falsch heraus, ich war zwar langsamer, aber besser durchgehalten habe ich nicht....

Nach diesem kühlen und nassen Juli fuhr ich am Freitag noch bei Nieselregen nach Kelheim, aber für das Wochenende war ja heißes Wetter angesagt. Und wirklich, am Freitagabend war es schon schönstes Wetter, am Samstag zum Start dann schon knappe 30 Grad... Los ging's! Die ersten Runden wollte ich "mittelschnell" fahren, es waren dann so Zeiten um 30 -32 Minuten pro Runde. Allerdings musste ich mich dafür am Stausackerer Berg schon sehr plagen, der Puls war über 170... Da war ich schon mal deutlich schneller hochgefahren, hmmm... Die Stimmung  - wie immer- gigantisch. Achim Wolf machte eine perfekten Job im Start/Ziel-Bereich, und dann den Berg hoch... Gänsehautfeeling pur! Der Skiclub heizte mit LAUTER Musik schon mal unten richtig ein, und dann fuhr man wieder einmal durch ein Spalier an Zuschauern bis oben zu den Jungs mit ihrer Sirene... Wahnsinn...
Allerdings war es wirklich sehr heiß, schon nach kurzer Zeit waren die Arme salzüberkrustet - und ich trank wahrscheinlich nicht genug, hatte keine richtige Lust auf "normal" temperierte Getränke. Auch das "Ensure plus", das sonst ja ganz gut schmeckt, war lauwarm auch nicht mehr so begeisternd... Und ich fuhr wirklich nicht schnell: 10 Runden waren erst um 19:45 absolviert, meistens so 32er bis 33er Runden plus ein paar Minuten zum Nachfüllen der Radflaschen, hmmm, nicht so dolle... Richtig gut ging es meinem Magen auch nicht, so eine leichte Übelkeit, die sich dann leider doch immer mehr verschlimmerte. Abends gegen 21:00 musste ich mich dann das erste Mal übergeben - und die Rundenzeiten gingen auf über 40 Minuten.
Es half nichts, um viertel nach elf erst mal eine Ruhepause im Hotel, zwei Stunden später dann wieder los. Zwei Runden ging es einigermaßen. Irgendwann gegen 03:00 fuhr Thomas Ratschob ganz allein am Berg mit einer irren Geschwindigkeit an mir vorbei, der musste unglaublich gut unterwegs sein. Wie ich dann erfuhr, hatte er kurz vor vier Uhr schon 30 Runden geschafft - lag also auf einem Kurs über 51 Runden - Wahnsinn... Ich musste mich wieder übergeben - Entscheidung zu einer erneuten, längeren Pause. Um 07:00 dann ein Frühstück im Hotel, bei dem ich mich auf den kühlen Orangensaft stürzte wie ein Verdurstender - wie ich erst hinterher an der Tankstelle herausfand, konnte man dort nun auch Eiswürfel in Beuteln kaufen - wenn ich das nur vorher gewusst hätte, schade...So war ich doch ganz schön ausgetrocknet...
Nun ging es nur noch darum, das Rennen irgendwie zu Ende fahren, und wenigstens die Stimmung zu genießen, ein gutes Ergebnis war ja sowieso nicht mehr drin. Achim Wolf munterte mich bei jeder Durchfahrt auf, da musste man ja irgendwie immer noch ne Runde dranhängen.. Aber richtig gut ging es immer noch nicht, Rundenzeiten zwischen 34 und 42 Minuten plus häufiger Pausen, mir war doch immer leicht übel, na ja... Leider hatte nun auch der Wind gedreht, so dass man bei der Rückfahrt nach Kelheim doch ziemlich Gegenwind hatte. Deshalb konnte dann auch Thomas Ratschob leider keine 50 Runden schaffen, schade. Bei mir waren es dann zum Schluss nur 26 Runden bei einer Netto-Fahrzeit von 15:35 Stunden - also fast achteinhalb Stunden NICHT auf dem Rad gesessen!

Fazit: Wieder mehr Schnelligkeit trainieren. Es lohnt sich enorm, den Berg schneller hochzukommen. Auf jeden Fall Getränke besser kühlen, meine Methode "Radflaschen in Wassereimer" reicht wohl bei 30 Grad nicht aus... Trotzdem, es war wieder eine irre Veranstaltung - Das beste Rennen der Welt!


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