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Zum vierten Mal in Kelheim dabei... In der Vorbereitung hatte ich die
Umfänge erhöht, kaum noch Kraftausdauer oder Zeitfahren trainiert, und
auf das Lauftraining ab dem Frühjahr vollständig verzichtet. Ich wollte
lieber etwas langsamer fahren, dafür dann aber besser durchhalten. Im
nachhinein stellte sich das Training aber wohl als falsch heraus, ich war
zwar langsamer, aber besser durchgehalten habe ich nicht....
Nach diesem kühlen und nassen Juli fuhr ich am Freitag noch bei Nieselregen
nach Kelheim, aber für das Wochenende war ja heißes Wetter angesagt. Und
wirklich, am Freitagabend war es schon schönstes Wetter, am Samstag zum
Start dann schon knappe 30 Grad... Los ging's! Die ersten Runden wollte ich
"mittelschnell" fahren, es waren dann so Zeiten um 30 -32 Minuten pro Runde.
Allerdings musste ich mich dafür am Stausackerer Berg schon sehr plagen, der
Puls war über 170... Da war ich schon mal deutlich schneller hochgefahren,
hmmm... Die Stimmung - wie immer- gigantisch. Achim Wolf machte eine
perfekten Job im Start/Ziel-Bereich, und dann den Berg hoch...
Gänsehautfeeling pur! Der Skiclub heizte mit LAUTER Musik schon mal unten
richtig ein, und dann fuhr man wieder einmal durch ein Spalier an Zuschauern
bis oben zu den Jungs mit ihrer Sirene... Wahnsinn...
Allerdings war es wirklich sehr heiß, schon nach kurzer Zeit waren die Arme
salzüberkrustet - und ich trank wahrscheinlich nicht genug, hatte keine
richtige Lust auf "normal" temperierte Getränke. Auch das "Ensure plus", das
sonst ja ganz gut schmeckt, war lauwarm auch nicht mehr so begeisternd...
Und ich fuhr wirklich nicht schnell: 10 Runden waren erst um 19:45
absolviert, meistens so 32er bis 33er Runden plus ein paar Minuten zum
Nachfüllen der Radflaschen, hmmm, nicht so dolle... Richtig gut ging es
meinem Magen auch nicht, so eine leichte Übelkeit, die sich dann leider doch
immer mehr verschlimmerte. Abends gegen 21:00 musste ich mich dann das erste
Mal übergeben - und die Rundenzeiten gingen auf über 40 Minuten.
Es half nichts, um viertel nach elf erst mal eine Ruhepause im Hotel, zwei
Stunden später dann wieder los. Zwei Runden ging es einigermaßen. Irgendwann
gegen 03:00 fuhr Thomas Ratschob ganz allein am Berg mit einer irren
Geschwindigkeit an mir vorbei, der musste unglaublich gut unterwegs sein.
Wie ich dann erfuhr, hatte er kurz vor vier Uhr schon 30 Runden geschafft -
lag also auf einem Kurs über 51 Runden - Wahnsinn... Ich musste mich wieder
übergeben - Entscheidung zu einer erneuten, längeren Pause. Um 07:00 dann
ein Frühstück im Hotel, bei dem ich mich auf den kühlen Orangensaft stürzte
wie ein Verdurstender - wie ich erst hinterher an der Tankstelle herausfand,
konnte man dort nun auch Eiswürfel in Beuteln kaufen - wenn ich das nur
vorher gewusst hätte, schade...So war ich doch ganz schön ausgetrocknet...
Nun ging es nur noch darum, das Rennen irgendwie zu Ende fahren, und
wenigstens die Stimmung zu genießen, ein gutes Ergebnis war ja sowieso nicht
mehr drin. Achim Wolf munterte mich bei jeder Durchfahrt auf, da
musste man ja irgendwie immer noch ne Runde dranhängen.. Aber richtig gut
ging es immer noch nicht, Rundenzeiten zwischen 34 und 42 Minuten plus
häufiger Pausen, mir war doch immer leicht übel, na ja... Leider hatte nun
auch der Wind gedreht, so dass man bei der Rückfahrt nach Kelheim doch
ziemlich Gegenwind hatte. Deshalb konnte dann auch Thomas Ratschob leider
keine 50 Runden schaffen, schade. Bei mir waren es dann zum Schluss nur 26
Runden bei einer Netto-Fahrzeit von 15:35 Stunden - also fast achteinhalb
Stunden NICHT auf dem Rad gesessen!
Fazit: Wieder mehr Schnelligkeit trainieren. Es lohnt sich enorm, den Berg
schneller hochzukommen. Auf jeden Fall Getränke besser kühlen, meine Methode
"Radflaschen in Wassereimer" reicht wohl bei 30 Grad nicht aus... Trotzdem,
es war wieder eine irre Veranstaltung - Das beste Rennen der Welt!
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